Müller über Szczepaniak: Pragmatik der Komik

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Ralph Müller

Pragmatik der Komik

  • Jacek Szczepaniak: Zu sprachlichen Realisierungsmitteln der Komik in ausgewählten aphoristischen Texten aus pragmalinguistischer Sicht. (Danziger Beiträge zur Germanistik 1) Frankfurt / M. u.a.: Peter Lang 2002. 177 S. Kart. EUR (D) 35,50.
    ISBN 3-361-39606-6.


Das Diskutieren über Theorien der Komik hat eine besondere Tradition: Cicero meinte, Abhandlungen über das Lächerliche würden allenfalls Lachen bei ihm auslösen, 1 Joachim Ritter haben sie nur noch melancholisch gemacht. 2 Jean Paul hielt nicht viel von Kants Definition des Lächerlichen, 3 Schopenhauer fand alles unrichtig, was Kant und Jean Paul zum Lächerlichen gesagt hatten, 4 der (berüchtigte) Doktor Weininger wiederum hielt alles für nutzlos, was Schopenhauer und Jean Paul dazu geäußert hatten. 5

Das vorliegende Buch zeigt demgegenüber eine moderate Skepsis: Szczepaniak stellt fest, dass bisherige definitorische Bemühungen zwar zu keiner allgemein anerkannten Definition geführt hätten, doch keine davon könne als vollkommen falsch zurückgewiesen werden (S. 13).

Intention

Der lange Titel Szczepaniaks enthält in kondensierter Form das Ziel dieser Arbeit: Die sprachlichen Mittel zur Realisierung von Komik in Aphorismen zu ergründen. Die Erkenntnisse der linguistischen Pragmatik dienen dabei als Instrument der Analyse. Insofern enthält der Titel die zentralen Begriffe der Arbeit und einen Hinweis auf die strenge Gliederung der Arbeit:

  • das erste Kapitel behandelt die Komik
  • das zweite die Gattung Aphorismus
  • das dritte die für die Analyse wichtigen Konzepte der Pragmatik
  • das letzte Kapitel ist ein >empirischer Teil< mit Analysen. Es umfasst annähernd die zweite Hälfte des Buches.

Komik

Die historische Entwicklung der Theorien des Komischen wird kurz behandelt. Es wäre zutreffender, von einer kursorischen Skizze wichtiger Positionen innerhalb der Theorien des Komischen zu sprechen.

Die vier Unterkapitel gliedern das Gebiet sehr grob in Degradations- bzw. Überlegenheitstheorien, Inkongruenz- bzw. Kontrasttheorien und in zwei individuelle Positionen: Joachim Ritters Komik der Heraufsetzung und Karlheinz Stierles Theorie des Komischen als fremdbestimmter Handlung.

(1.1.) Der Abschnitt zu den Überlegenheitstheorien des Komischen behandelt Auffassungen, die Komik als Verlachen des anderen, als Aggression bzw. als Selbsterhebung über den anderen (im Sinne der Superioritätstheorien) verstehen. Im gleichen Abschnitt werden aber auch Positionen behandelt, die nicht unbedingt zu dieser Theorie gehören oder gar als Gegenentwürfe zu lesen sind: Henri Bergson in Le Rire als >Anfechter< der Superioritätstheorie und Sigmund Freud, der in Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten >aggressive Witze< nicht zentral behandelte. Hierdurch wirkt dieser Teil heterogen.

Zudem könnte die Auseinandersetzung durchaus tiefer sein. Im Falle von Freud lässt sich Szczepaniak vorschnell durch den Titel in die Irre führen, wenn er meint, Freud konzentriere sich auf den Witz (vgl. S. 20). Ein genauerer Blick auf Freuds Beispiele hätte gezeigt, dass sich sehr viele Aphorismen unter den vermeintlichen Witzen befinden. Freuds Arbeit hätte mehr zu Szczepaniaks Fragestellung beitragen können.

(1.2) Die Inkongruenz-Theorien (die Komik durch die Paarung von Gegensätzen erklären) werden etwas oberflächlich abgehandelt, obwohl sie augenscheinlich das wichtigste Erklärungsmodell für Komik in dieser Arbeit sind (vgl. S. 31 und 33). So wird zwar Kant erwähnt, es fehlt aber die eigentliche Begründung der Inkongruenz-Theorie durch Schopenhauer. 6 Zudem hätte die Arbeit von einem Anschluss an kognitiv-linguistische Inkongruenz-Theorien der Gegenwart profitieren können. Hier wäre vor allem die Forschung im Umfeld von Victor Raskins und Salvatore Attardos General Theory of Verbal Humor zu erwähnen, die sich auch mit literarischen Texten befasst hat. 7

(1.3 und 1.4.) Die Abschnitte 1.3. und 1.4. über Joachim Ritter und Karlheinz Stierle greifen nochmals die Frage der Degradationskomik differenzierend und relativierend auf.

(1.5.) Das letzte Unterkapitel verspricht Aufschluss über das "Verständnis der Komik für die vorliegende Untersuchung". Als Grundzug aller Komiktheorien wird die Erfassung des Komischen "über die Polaritätsverhältnisse" entdeckt (S. 31). Damit scheint die Entscheidung im Wesentlichen für Formen der Inkongruenz-Theorien zu fallen. Allerdings relativiert der Autor diesen Ansatz wieder: Komik lasse sich nicht merkmalhaft objektivieren, sondern sei von individuellen Einstellungen, Erfahrungen und Fähigkeiten abhängig (vgl. S. 31).

Hier stellt sich die Frage, ob Szczepaniak mit seinen Prämissen nicht zu weit geht. Kann etwa seine Aussage, "daß es kaum zwei Personen gibt, die über dieselben Dinge lachen, dasselbe komisch finden", wirklich in diesem Geltungsumfang zutreffen? Über die Frage, was komisch ist, dürfte m.E. meistens mehr Konsens bestehen (wie etwa ein Besuch eines Kabaretts belegen kann).

Schließlich macht der Verfasser >Komik< am Lachen fest: "Eine vorläufige und vielleicht trivial anmutende Antwort auf die Frage, >Was ist komisch?< könnte lauten: Komisch ist alles, was zum Lachen reizt oder zumindest die Tendenz zum Lachen bzw. Lächeln in sich führt. Komisch ist etwas, wenn jemand darüber lacht" (S. 32).

Auf diese Weise differenziert Szczepaniak, dass >Komik< nicht gänzlich durch individuelles Lachen entschieden wird, sondern dass Texte auch dann komisch bleiben, wenn sie jemand mal nicht versteht. Problematisch ist freilich, dass >Lachen< als physiologischer Vorgang und >Komik< als komplexes kognitives Phänomen nicht in dem Ausmaß zusammenhängen müssen. Verlegenheit, Rituale oder auch Drogeneinfluss können ebenso Lachen auslösen. 8

Aphorismus

Szczepaniak hält den Aphorismus für eine von der Literaturwissenschaft vernachlässigte Gattung (vgl. S. 37). Dies kann heute nicht mehr mit gutem Gewissen behauptet werden. Die Gattungsgeschichte in der deutschen Literatur ist umfangreich untersucht und dargestellt worden; 9 im Anschluss an Harald Frickes Definition der Gattung 10 hat eine vielfältige und kritische Auseinandersetzung zur Gattungstheorie stattgefunden (und findet immer noch statt).

Von diesem Entwicklungsstand scheint der Autor jedoch wenig Notiz zu nehmen. Sein Ansatz wirkt eher rückwärts gewandt: Franz H. Mautner wird ausführlich diskutiert, das Konzept des >aphoristischen Denkens< reanimiert, und im Unterkapitel über den >Aphorismus als philosophische Form< dominiert Heinz Krüger 11 und nicht die fortschrittlichere Arbeit von Stefan Fedler. 12 Die Abschnitte über Peter Krupka 13 und Gerhard Neumann muten daneben geradezu taufrisch an.

Von diesen "literaturwissenschaftlich und philosophisch" ausgerichteten Ansätzen wird Harald Frickes Definition getrennt behandelt, da sie als "linguistisch orientierte Konzeption" eingestuft wird. Dabei findet Szczepaniak, obwohl er sich der Pragmatik als Analyseinstrument bedient, wenig Interesse an dieser sogenannten "linguistischen Konzeption". Vielmehr wird Fricke verkürzt dargestellt und anstelle einer Diskussion seiner Definition herrscht Entsetzen darüber, dass von einem solchen "überzeitlichen Standpunkt aus" Goethes Maximen und Reflexionen aus der Gattung des Aphorismus verstoßen werden. 14

Diese (doch sehr verkürzte) Behandlung der folgenreichsten Theorie des Aphorismus der letzten 30 Jahren wäre zu verschmerzen, wenn der Autor selber klar darstellen würde, was er unter einem >Aphorismus< versteht. So ist es zwar leicht, andere des >Dogmatismus< zu bezichtigen, aber mit Blick auf die von Szczepaniak analysierten Aphorismen, die selten etwas länger als 15 Sätze sind, stellt sich die Frage, ob der Autor demgegenüber tatsächlich eine flexiblere Definition vertritt.

Pragmatik

Szczepaniak versteht die Pragmatik als hervorragenden Zugang zur Komikanalyse. Die Pragmatik sei darauf ausgerichtet, "indirektes, nicht-wörtliches bzw. uneigentliches Sprechen" zu analysieren (vgl. S. 65). Eine solche Form des Sprechens charakterisiert gemäß Szczepaniaks Arbeitshypothese auch die Komik, wo eine Dissoziation zwischen der Äußerung und der Intention vorliege (vgl. S. 9).

Zu Beginn werden verschiedene Konzeptionen zur Theorie der indirekten Sprechakte dargestellt. Hier muss man zu Beginn irritiert erfahren, dass anscheinend John R. Searle sich kaum mit diesen Formen des Sprechens auseinandergesetzt habe. Was ist denn mit Searles berühmten Aufsatz zur Metapher? 15

Wie auch immer: Von allen diskutierten pragmatischen Konzepten sind Paul Grices Konversationsmaximen zweifellos am wichtigsten für die vorliegende Arbeit. Kern von Grices Theorie ist das Kooperationsprinzip: "Mache deinen Gesprächsbeitrag jeweils so, wie es von dem akzeptierten Zweck oder der akzeptierten Richtung des Gespräches, an dem du teilnimmst, gerade verlangt wird." Hieraus werden bekanntlich vier Konversationsmaximen abgeleitet:

  • Maxime der Quantität: Mache deinen Beitrag so informativ wie nötig.
  • Maxime der Qualität: Sei wahr!
  • Maxime der Relation: Sei relevant!
  • Maxime der Modalität: Sei klar!

Innerhalb dieser Darstellung ist Szczepaniaks Diskussion der komischen Verletzung der Konversationsmaximen am interessantesten. 16

Wenn nämlich ein offener Verstoß gegen mindestens eine Maxime gegeben ist, dann liegt eine >Konversationelle Implikatur< vor. In diesem Falle stellt der Hörer fest, dass der Sprecher (a) zwar eine Maxime nicht erfüllt, aber (b) nach wie vor kooperationsbereit zu sein scheint. Dies ist eben der Moment, "die geäußerte Sequenz – entgegen den an der Oberfläche der Äußerung vorhandenen Signalen – wieder in Einklang mit dem so offensichtlich verletzten Prinzip" zu bringen (S. 80). Auf diese Weise ist es leicht möglich, mit den Griceschen Konversationsmaximen zu erklären, warum ein Rezipient eine bestimmte Stelle in einem literarischen Text als indirekte Sprechhandlung interpretiert.

Empirische Analysen

Erst im vierten Kapitel, dem empirischen Teil, trifft der Leser auf Textanalysen. Sie beschäftigen sich, wie dies der Buchtitel andeutet, mit der sprachlichen Realisierung von Aphorismen. Dabei konzentriert sich das Interesse auf den "spielerischen, kreativen, innovativen Umgang mit der Sprache", der sprachliche Automatismen verdeutlicht (S. 89). In diesem Zusammenhang werden schließlich die Kategorien

  • >Wortspiel< bzw. >Phraseologismus<
  • >Metapher< und
  • >Ironie<

an ausgewählten Aphorismen von Karl Kraus, Elias Canetti und Stanislaw Jerzy Lec untersucht.

(1) Wortspiele werden mit Frank Heibert nach >Komplexen-Text-Spielen< und >Ausdrucksanomalien< unterschieden. 17 Die Klasse der >Komplexen-Text-Spiele< umfasst alle wortspielerischen Überlagerungen oder Wiederholungen von Lexemen. Im Gegensatz zu den >Ausdrucksanomalien< gehören sie zum Normrepertoire der Sprache. Sie können in der althergebrachten Gliederung Christian Wagenknechts 18 in vertikale und horizontale Wortspiele eingeteilt werden (S. 94–96).

Die Ausführungen zum Wortspiel beschäftigen sich vor allem mit dem Phraseologismus (bzw. festen Redewendungen, vgl. S. 98–102). In dieser Beziehung besteht zur Zeit wahrscheinlich am meisten Klärungsbedarf für die Analyse von Aphorismen. Doch vermisst man bei Szczepaniak einige Anmerkungen über das Verhältnis von >Wortspiel< und >Phraseologismus<, da letzterer durchaus besondere Fälle des Spiels mit der Sprache konstituiert.

So ist die Anwendung der Wagenknechtschen Einteilung von >vertikalem< und >horizontalem< Wortspiel auf den Phraseologismus nicht unbedingt einsichtig. Wenn zum Beispiel bei "Schönheit vergeht, weil Tugend besteht" der Phraseologismus durch das Hinzufügen von >weil< modifiziert wurde, dann gehört dies noch nicht in die Kategorie >horizontales Wortspiel<, da im Ausdruck kein Element wiederholt wird (vgl. S. 103).

(2) Metapher: Einige allgemeine Ausführungen zu den verschiedenen Metapherntheorien leiten dieses Analyse-Unterkapitel ein. Da es hier insbesondere um >uneigentliches Sprechen< geht, finden die Griceschen Konversationsmaximen gerade in diesem Zusammenhang sehr fruchtbare Anwendung (vgl. S. 124 f.).

(3) Ironie: Die Ironie als weitere uneigentliche Redeform ist im Zusammenhang mit dem Aphorismus besonders interessant. Ironiesignale werden in dieser (in der Regel sehr kurzen) Textsorte nicht immer deutlich kommuniziert. Insofern stellt die Ironie gerade für den Aphorismus eine besondere Herausforderung dar, die mit Hilfe der griceschen Konversationsmaximen gut gelöst werden kann.

Das Schlusswort hebt die sprachlichen Mittel als besonders prädisponiert hervor, Komik zu realisieren (S. 163). Diese Möglichkeiten zeigt Szczepaniak deutlich auf. Allerdings bleibt anzumerken, dass in Witzen wortspielerische Komik bzw. Pointen gar nicht so häufig sind, wie dies viele Untersuchungen nahe legen. 19

Fazit

Der vorliegende Band eröffnet die begrüßenswerte Reihe der Danziger Beiträge zur Germanistik. Seine Stärken liegen in den Analysen der Aphorismen unter Anwendung der Griceschen Konversationsmaximen. So ist der textanalytische Teil verdienstvoll. Der Forschungsbericht und die Forschungsdiskussion halten dieses Niveau nicht. An mehreren Stellen vermisst man aufmerksamen und kritischen Umgang mit der existierenden Sekundärliteratur.

Störend ist auch die sehr strenge Trennung zwischen theoretischem Teil und den Analysen im empirischen Teil. Dies führt dazu, dass die Theorie sehr abstrakt bleibt. Teilweise ist gar nicht einsichtig, weshalb bestimmte Aspekte der Theorie überhaupt behandelt werden. Tatsächlich werden manche angesprochene Zusammenhänge später nicht mehr erwähnt. So spielt z.B. die in der Einleitung zitierte Definition komischer Texte von Wawrzyniak (vgl. S. 7 f.) in der Folge keine Rolle mehr.

Aus diesen Gründen kann das Buch eigentlich nur denjenigen empfohlen werden, die sich für Einzelanalysen von Aphorismen interessieren.


Dr. Ralph Müller
Universität Freiburg / Schweiz
Departement für Germanistik
CH - 1700 Freiburg
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Ins Netz gestellt am 28.01.2003
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Anmerkungen

1 Vgl. Cicero: De Oratore, II 217.   zurück

2 Vgl. Joachim Ritter: Über das Lachen. In: Ders.: Subjektivität. Sechs Aufsätze. Frankfurt 1974, S. 62.   zurück

3 Vgl. Jean Paul: Vorschule der Ästhetik. In: Jean Paul: Werke. Hg. v. Norbert Miller. Bd. 5. München 1963, §26.   zurück

4 Vgl. Arthur Schopenhauer: Welt als Wille und Vorstellung. In: Ders.: Werke in fünf Bänden. Nach den Ausgaben letzter Hand. Hg. v. Ludger Lütkehaus, Bd. 1, Zürich 1988, S. 107 f.   zurück

5 Vgl. Otto Weininger: Geschlecht und Charakter. Eine Prinzipielle Untersuchung. 25. Aufl., Wien 1923, S. 423.   zurück

6 Vgl. Arthur Schopenhauer: Welt als Wille und Vorstellung. In: Ders.: Werke in fünf Bänden. Nach den Ausgaben letzter Hand. Hg. v. Ludger Lütkehaus, Bd. 1, Zürich 1988, S. 102.   zurück

7 Vgl. Salvatore Attardo: Humorous Texts. A Semantic and Pragmatic Analysis. Berlin 2001. – Salvatore Attardo / Victor Raskin: Script Theory revis(it)ed. Joke Similarity and Joke Representation Model. In: Humor. International Journal of Humor Research 4 (1991), S. 293–347. — Victor Raskin: Semantic Mechanisms of Humor. Dordrecht 1985. – Diese bahnbrechenden und verdienstvollen linguistischen Arbeiten dürften auch das Urteil Szczepaniaks widerlegen, das Komik "kein typisch linguistisches Thema" sei (Szczepaniak, S. 32)   zurück

8 Vgl. Salvatore Attardo: Linguistic Theories of Humor. Berlin 1994, S. 11 f.   zurück

9 Mit den beiden Arbeiten von Friedemann Spicker wurde die Gattungsgeschichte weitgehend behandelt (Friedemann Spicker: Der Aphorismus. Begriff und Gattung von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1912. Berlin 1997; Friedemann Spicker: Studien zum deutschen Aphorismus im 20. Jahrhundert. Tübingen 2000). Die Edition von Harald Fricke und Urs Meyer (Harald Fricke, Urs Meyer (Hg.): Abgerissene Einfälle. Deutsche Aphorismen des 18. Jahrhunderts. München 1998) hat zudem die frühe Gattungsgeschichte in der deutschen Literatur umfangreich dokumentiert.   zurück

10 Vgl. Harald Fricke: Aphorismus (Sammlung Metzler 208) Stuttgart 1984, S. 7–18; Harald Fricke: Aphorismus. In: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft, hg. v. Harald Fricke, Klaus Grubmüller, Jan-Dirk Müller, Klaus Weimar, Bd. 1, Berlin 1997, S. 104–106.   zurück

11 Heinz Krüger: Über den Aphorismus als philosophische Form. Frankfurt 1957.   zurück

12 Stephan Fedler: Der Aphorismus. Begriffsspiel zwischen Philosophie und Poesie. Stuttgart 1992.   zurück

13 Peter Krupka: Der polnische Aphorismus. Die >Unfrisierten Gedanken< von Stanislaw Jerzy Lec und ihr Platz in der polnischen Aphoristik. In: Slavistische Beiträge, hg. v. Johannes Holthusen, Josef Schrenk, Bd. 104, München 1976.   zurück

14 Dass Fricke hiermit die Editionspraxis (und nicht etwa Goethe) kritisiert, ist Szczepaniak nicht aufgefallen; vgl. Frickes Edition dieser umstrittenen Texte: Johann Wolfgang Goethe: Sprüche in Prosa. Sämtliche Maximen und Reflexionen. Hg. v. Harald Fricke. In: Johann Wolfgang Goethe: Sämtliche Werke. Hg. v. Friedmar Apel u.a. I. Abt., Bd. 13. Frankfurt 1993, S. 457?480.   zurück

15 John R. Searle: Metaphor. In: Andrew Ortony (Hg.): Metaphor and Thought. Cambridge 1979.   zurück

16 Für den Witz wurde dies bereits von Raskin unternommen, vgl. Victor Raskin: Semantic Mechanisms of Humor. Dordrecht 1985, S. 103.   zurück

17 Frank Heibert: Das Wortspiel als Stilmittel und seine Übersetzung am Beispiel von sieben Übersetzungen des Ulysses von James Joyce (Kodikas / Code, Supplement; 20) Tübingen 1993, S. 26.   zurück

18 Christian Johannes Wagenknecht: Das Wortspiel bei Karl Kraus. Göttingen 1965.   zurück

19 Dazu näher Ralph Müller: Theorie der Pointe. Paderborn 2002, S. 204.   zurück