|

- "was noch begraben lag". Zu Walter Benjamins Exil. Briefe und Dokumente. Hg. v. Geret Luhr (akte exil; 2) Berlin: Bostelmann & Siebenhaar 2000. 290 S. Kart. € 24,80.
ISBN 3-934189-47-4.
"akte exil" — eine begrüßenswerte neue Reihe zur Exilliteratur
Die Exilforschung wird das Signal mit Freude aufgenommen haben: Unter dem Titel "akte exil" startete Ende 2000 eine von Hermann Haarmann herausgegebene neue Reihe, die Texte und Dokumente der Exilzeit von 1933 bis 1945 erstmals publiziert respektive entlegen erschienene wieder zugänglich macht. In einer Zeit, in der sogar zuverlässigen Geldgebern die Mittel ausgehen, verdient das Unternehmen alle Anerkennung. Haarmann, selbst ausgewiesener Exil-Forscher, legt — nicht nur, was die Finanzierung angeht — enorme Findigkeit an den Tag; beachtlich ist auch die Auswahl an Themenfeldern, Autoren und Bearbeitern. Es besteht kein Zweifel, daß die schön gestaltete Reihe mit dem griffigen Titel in Zukunft zur Standardliteratur für all jene gehören wird, die sich ernsthaft mit dem Exil befassen wollen.
Als Band 1 von "akte exil" erschien der Briefwechsel zwischen Maxim und Edith Vallentin, kompetent herausgegeben von Peter Diezel. Der dritte Band versammelt unter dem Titel "Abschied und Willkommen" Briefe von Exilierten in einer Zusammenstellung des Reihenherausgebers. Es ist ein Lesebuch mit Schreiben über Ängste, Hoffnungen und Enttäuschungen angesichts erzwungener Ortsveränderungen. Als Band 4 erscheint demnächst in einer Edition von Gregor Ackermann und Momme Brodersen das selbst Kennern kaum bekannte Chorwerk "Jemand" von Hans Sahl, das Frans Masereels Holzschnittfolge "Die Passion eines Menschen" in Wort und Ton (Musik von Tibor Kasics) setzt und 1938 in Zürich uraufgeführt wurde. Die Neuausgabe wird auch die Holzschnitte enthalten. Ein bemerkenswertes Kunstwerk wird der Vergessenheit entrissen. 1
Ein Wort in eigener Sache
Um Mißverständnissen zu begegnen, möchte ich an dieser Stelle sagen, daß ich zunächst gezögert habe, den angezeigten Band zu rezensieren. Es schien mir nicht opportun, kritische Bemerkungen zur Methode der als Band 2 erschienenen Benjamin-Dokumentation öffentlich zu machen, weil ich dem Reihenherausgeber eine Ausgabe der Exilbriefe an Brecht vorgeschlagen habe. Sie wird, vorausgesetzt es gelingt, zusätzliche Personalmittel und Druckkosten einzuwerben, im Bertolt-Brecht-Archiv erarbeitet und von Rolf Harder und mir herausgegeben werden. Nach längerem Überlegen schien es mir auf der Grundlage meiner Zustimmung zum Gesamtkonzept der Reihe nicht nur möglich, sondern geradezu notwendig, mein Urteil über den Benjamin-Band unmißverständlich zu formulieren, um klare Voraussetzungen für die projektierte Ausgabe zu schaffen.
Briefe an Walter Benjamin als Desiderat
Auslöser für den hier in Rede stehenden zweiten Band der Reihe war der Abschluß der Edition "Gesammelte Briefe" von Walter Benjamin. 2 Mit dieser Ausgabe liegen die für Benjamins Biographie und Denken außerordentlich ergiebigen Briefe erstmals annähernd vollständig und verläßlich ediert vor. Daß der Ruf nach Briefen an Benjamin laut wird, ist nur verständlich: In der Editionswissenschaft besteht Konsens, daß Ausgaben von Briefen und Gegenbriefen Editionen vorzuziehen sind, die nur die Briefe eines Verfassers darbieten. Wie für die meisten Autorinnen und Autoren gilt für Benjamin, daß die an ihn gerichteten Briefe nicht nur zum besseren Verständnis seiner eigenen beitragen, sondern einen Kontext markieren, der durch eigene Briefe, Werke und diverse biographische Dokumente nicht ersetzbar ist. Regeste im Apparat können den Wert der originalen Zeugnisse nicht ersetzen, da häufig schon die Gestalt von Anrede und Grußformel Mitteilungswert besitzt. Benjamin selbst hat bekanntlich genau in diesem Sinne argumentiert, als er 1919, lange vor der Arbeit an der Sammlung "Deutsche Menschen", brieftheoretische Erwägungen formulierte: "Für die Nachkommenden verdichtet sich der Briefwechsel eigentümlich (während der einzelne Brief mit Beziehung auf seinen Urheber an Leben einbüßen kann). [...] Man gibt sinnloserweise Briefe von irgend jemandem heraus." 3
Inhalt und Zielstellung
Die Sammlung "was noch begraben lag" zog die richtige Konsequenz aus dem editorischen Ungleichgewicht und machte eine Reihe wichtiger Dokumente zugänglich, die bislang nur in Archiven aufzufinden waren. Es handelt sich in erster Linie um Briefe an Benjamin, ferner um Tagebuchaufzeichnungen von Werner Kraft, Erinnerungen von Jean Selz, Max Aron, Soma Morgenstern sowie um den Briefwechsel zwischen Karl Thieme und Benjamins Schwester Dora. Zu den Verfasserinnen und Verfassern der Briefe an Benjamin gehören unter anderem die geschiedene Ehefrau Dora Sophie, sein Sohn Stefan, Anna Maria Blaupot ten Cate, Willy Haas, Elisabeth Hauptmann, Hermann Hesse, Margarete Karplus (die spätere Ehefrau von Theodor W. Adorno), Asja Lacis, Carl Linfert, Wilhelm Speyer sowie die Redaktionen der "Frankfurter Zeitung" und der Zeitschrift "Das Wort".
Der Titel geht auf eine Formulierung Soma Morgensterns zurück, der Briefberichte an Scholem eine Zeit liegen ließ, "um zu sehen, ob ich nicht noch was hinzufügen kann, wenn ich mich an etwas erinnere, was noch begraben lag". 4 Der Herausgeber sieht darin ausgedrückt, was sein Band leisten könne:
Den kaum noch zu zählenden Studien, die Walter Benjamins Werk immer wieder von neuem mehr oder weniger spontan interpretieren, doch wenigstens einen Teil der biographischen Dokumente an die Seite zu stellen, die in den Archiven für die meisten Leser Benjamins tatsächlich >begraben< liegen und somit unerreichbar sind. (S. 15)
Das Buch lasse "in Form von Briefen und Berichten Verwandte, Freunde und Bekannte Walter Benjamins zu Wort kommen" (S. 14). Die Dokumente verwiesen auf einen repräsentativen Ausschnitt der Exil-Kultur —
wobei >Kultur< hier verstanden wird als Inbegriff von Alltags-, Mentalitäts- und Körpergeschichte, als Ausdruck der sozialen Rollen und Gesten, aber auch als ein übergreifender Zusammenhang, in dem die Spannungen des literarischen Feldes und der politischen Ideologien ineinanderwirken. (S. 16)
Problematisches Benjamin-Bild
Es liegt auf der Hand, daß Benjamins schriftstellerisches Werk wie auch die Gegenbriefe ohne Berücksichtigung seiner Lebensumstände nicht zu begreifen sind. Insofern ist des Herausgebers Warnung vor einer Vernachlässigung der Biographie zu teilen. Daß Benjamins Exil allerdings "die sichtbarste und auffälligste Lücke in der babylonisch sich türmenden Literatur zu Werk und Person Benjamins markieren" (S. 11f.) soll, trifft schlichtweg nicht zu. Schon die von Luhr angeführte Literatur, die leicht ergänzt werden könnte, widerspricht diesem Befund.
Problematisch erscheint zudem die These, Benjamin sei in den Jahren von 1933 bis zu seinem Tod 1940 isoliert gewesen: Gewiß gehörte er nicht zu den politischen oder kulturpolitischen Akteuren des deutschen Exils. Schwerpunkt seiner mühevoll aufrecht erhaltenen Existenz war die wissenschaftliche Arbeit. Aber er stand doch in unablässigem Austausch, nahm teil an Versammlungen, Veranstaltungen und Projekten, wie nicht zuletzt die hier vorgelegten Briefe zeigen. Die Charakterisierung, er sei "geistig >heimatlos<" (S. 12) ist eine Mystifikation. Nicht zu begründen ist schließlich die Überlegung des Herausgebers, für Benjamin habe bis 1939 "ein konkretes politisches Denken jenseits der Auseinandersetzung zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus" nicht existiert (S. 24).
Methodologische Defizite
Meine Einwände gegen die Dokumentation betreffen indes vor allem die Methode der Präsentation, genauer gesagt die mangelhafte Offenlegung ihrer Grundlagen. In einer Quellendokumentation haben die Lesenden Anspruch auf Informationen darüber, was der Herausgeber ihnen präsentiert: Zumindest müßte gesagt werden, worauf die hier getroffene Auswahl der Korrespondenzpartner Benjamins beruht, wo die Druckvorlagen der Briefe resp. Dokumente liegen, wieviel Briefe eines Korrespondenzpartners es gibt, nach welchen Kriterien ausgewählt wurde, welche Teile bereits gedruckt sind (mit bibliographischer Angabe) etc. Die überaus dürftige Editorische Notiz (S. 281) läßt uns da weitgehend im Stich. Es beginnt damit, daß das Gros der Dokumente keineswegs im "Benjamin-Archiv der Berliner Akademie der Künste" liegt, sondern im Theodor W. Adorno Archiv in Frankfurt. In Berlin — die korrekte Bezeichnung lautet: Stiftung Archiv der Akademie der Künste — sind lediglich Mikrofiches des Benjamin-Teilnachlasses zugänglich, der vor einigen Jahren an das Frankfurter Archiv abgegeben worden ist. In manchen Fällen — Erinnerungen von Selz, Tagebuchauszüge von Kraft — wird der Standort der Vorlagen überhaupt nicht mitgeteilt.
Fragwürdige Auswahl
Es fällt ein merkwürdig unreflektiertes Verhältnis zwischen bereits publizierten und unpublizierten Dokumenten ins Auge. Der Grundsatz, nach dem die Erinnerungsberichte von Jean Selz (gekürzt), Max Aron (erweitert) und Soma Morgenstern (gekürzt und erweitert) nachgedruckt wurden, 5 hätte dazu führen müssen, auch andere Briefe und Dokumente, die für Benjamins Exil zentrale Bedeutung haben, in diesem Zusammenhang erneut zu publizieren (Scholem, Adorno, Brecht, Steffin, Horkheimer, Bloch, etc.). Mißmutig wird man außerdem registrieren, daß aus den hochinteressanten Tagebüchern von Werner Kraft erneut nur Auszüge, wenn auch teils andere als die bekannten, publiziert werden. 6 Außer den genannten Dokumenten sind Briefe von Hesse, Hey, Karplus, Lacis, Speyer und Thieme bereits gedruckt (teils vollständig, teils auszugsweise): Warum werden die Erstdrucke in keinem Fall genannt? Eine solche Mißachtung der Forschung steht dem Unternehmen nicht gut zu Gesicht. Indem die Sammlung die Druckgeschichte der ausgewählten Briefe und Texte verschleiert, vermittelt sie einen unzutreffender Eindruck vom Neuwert dieser Dokumente.
Auf der anderen Seite ist unverständlich, warum weitere wesentliche Briefpartner übergangen wurden: Hannah Arendt, Benjamins Schwester Dora, sein Bruder Georg, Bernard von Brentano, Inge Buchholz, Gisèle Freund, Gustav Glück, Werner Kraft, Ernst Schoen oder Karl Thieme. Warum sind die Träume von Anna Maria Blaupot nicht aufgenommen worden? Wieso fehlt der interessanteste Brief von Elisabeth Hauptmann an Benjamin, in dem sie Anfang Januar 1934 ihren Bruch mit Brecht beschreibt und sich auch von Benjamin zurückziehen will? Mit Bedauern wird man feststellen, wie viel hier verschenkt worden ist. Die Gliederung wirft zusätzliche Fragen auf: Wieso findet sich zum Beispiel der Selz-Bericht im ersten Teil?
Auch die Auswahl innerhalb eines Briefpartners ist unverständlich: Von 30 Briefen Gretel Adornos sind 7 aufgenommen worden (S. 76), von den Briefen Elisabeth Hauptmanns und Dora Sophie Benjamins heißt es, sie erschienen in einer "Auswahl" (S. 15), bei den Schreiben von Anna Maria Blaupot könnte man denken, sie seien vollständig enthalten (ebd.): Warum sind diese Angaben nicht genauer, warum erfährt man das nicht im Falle der anderen Korrespondenzpartner? Vergleicht man die ausgewählten Briefe mit den Vorlagen, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, es seien mit der Schreibmaschine abgefaßte Briefe den handschriftlichen vorgezogen worden. Alle aufgenommenen Briefe von Margarete Karplus-Adorno, in deren Handschrift man sich tatsächlich etwas einlesen muß, sind beispielsweise getippt, kein von ihrer Hand überlieferter wurde in die Sammlung aufgenommen.
Textdarbietung und Kommentierung
Offenbar standen dem Herausgeber lediglich die in Berlin zugänglichen Mikrofiches zur Verfügung. Das erklärt zwar manches Textverderbnis, nicht aber, weshalb eine solche Edition überhaupt unter Verzicht auf Einsicht in die Originale erarbeitet worden ist. Darüber hinaus aber scheint Geret Luhr nicht einmal bereits gedruckte Briefe eingesehen zu haben. Andernfalls hätte er im Falle von Asja Lacis nicht diese peinlichen Lesefehler und Lücken passieren lassen: "Herz[?]" ist "Herzneurose" (S. 211), statt "Roslovodsk" muß es heißen "Kislovodsk" (ebd.), für "Herz" ist "Hely", also Helene Weigel zu lesen (S. 212), "K. E." steht für "Kabinett Estet" (ebd.), "[?]anie" ist "Marie" Osten und "Volzov" natürlich Michail Kolzow (S. 213) etc. Hätte Geret Luhr das Original eingesehen, wäre es nicht zum Wegfall von Textteilen in den Briefen von Asja Lacis gekommen. Im Brief 6 fehlt das Postskriptum, in dem es unter anderem heißt: "Walter fahre sofort nach Spanien und schreibe ein Buch — wie die Menschen kämpfen für ihre Freiheit — gegen die schwarze Macht." Fataler ist der fehlende Briefschluß von Nr. 5, in dem folgende Mitteilung von Asja Lacis zu lesen ist: "Karola Neher soll arettiert sein / Reich mit Marie wollen allein / herkommen Sie ist sehr geschreckt [...]". 7
Auch die Kommentare sind lückenhaft. Was der Herausgeber nicht erklären konnte, wird einfach übergangen. Manchmal ist das, zugegeben, besser als vorgebliche Genauigkeit, wie die Anmerkung zu einer Entschuldigung der Moskauer Freundin, die Benjamins Kunstwerk-Thesen nicht durchgelesen hatte, weil sie das Typoskript Tretjakow weiterreichen sollte: "Worauf genau sich diese Äußerungen beziehen, ob Asja Lacis das Manuskript nicht hergegeben hat oder beleidigt war, weil sie es hergeben mußte, war nicht zu ermitteln." (S. 210)
Zu den Lücken gesellen sich Irrtümer und Fehler in nicht geringem Umfang; die im folgenden erwähnten Beispiele könnten mühelos ergänzt werden: Bei der Aussicht auf einen Druck der "Berliner Kindheit", die Dora Benjamin in ihrem Brief vom 11. Juli 1938 an den geschiedenen Mann "wunderbar" nennt, handelt es sich gewiß nicht um die in "Maß und Wert" erschienenen Einzeltexte, wie Luhr anmerkt (S. 51). Viel eher ist an den Privatdruck zu denken, den Heidi Hey veranstalten wollte; die Sammlung enthält den diesbezüglichen Brief von Hey (S. 232). Aus Rudolfs Blaumanis, den Asja Lacis zu Recht einen "lettischen Klassiker" nennt, wird in der Erklärung ein "russischer Schriftsteller" (S. 213). Daß Karola Bloch die von Ernst Bloch geschiedene Frau war (S. 215), wäre neu. Den Begriff "freischwebende Intelligenz" schreibt Luhr schlankweg Karl Mannheim zu, der ihn zwar popularisiert hat, aber selbst ausdrücklich auf Alfred Weber als Urheber verwies. 8
Die den Briefen und Dokumenten vorangestellten Einleitungen hätten auf ein übereinstimmendes Informationsniveau hin redigiert werden müssen. Eine Sammlung dieser Art benötigt ferner eine behutsame Wertung und Quellenkritik. Zudem sollte ein solcher Band nicht ohne Register erscheinen. Vermeidbar wäre auch der uneinheitliche, zum Teil fehlerhafte Gebrauch von Siglen gewesen. Auf große Hast beim Abschluß der Arbeit deuten schließlich Formatierungs- und Trennungsfehler, inkorrekte Namensschreibungen, 9 auch Differenzen zwischen Inhaltsverzeichnis und Überschriften. 10
Edition von Briefen an Benjamin bleibt Desiderat
Der halbherzige Versuch von Geret Luhr, Briefe und Erinnerungen an Benjamin zusammenzutragen, zeigt im Grunde nur die Überfälligkeit eines solchen Unternehmens. Die vorliegende Arbeit lebt indes von einem Mangel, ohne ihn im mindesten zu beheben. Voraussetzung einer Quellenedition sind Transparenz, die Rechenschaftslegung über ihre Basis, die benutzte Literatur, zuverlässige Kommentierung, ein funktionierendes Verweissystem. Das vorliegende Buch ist als Lesebuch für ein allgemein interessiertes Publikum ungeeignet, weil es nicht ausreichend motiviert und kommentiert ist und außerdem zu viele Dokumente enthält, die kaum breitere Aufmerksamkeit auf sich ziehen werden. Für ein Fachpublikum von Benjamin-Spezialisten und Exil-Forschern, an das die Reihe adressiert ist, dürften die genannten Mängel die Benutzbarkeit erheblich einschränken.
Abhilfe schaffen kann hier nur eine umfassende wissenschaftliche Ausgabe, die tatsächlich zur Erhellung wesentlicher Vorgänge und Beziehungen beitragen könnte — über Benjamins Exil hinaus. Es ist zu wünschen, daß die Bedingungen für ein solches Projekt geschaffen werden können.
Dr. Erdmut Wizisla
Stiftung Archiv der Akademie der Künste
Bertolt-Brecht-Archiv
Chausseestraße 125
D-10115 Berlin
Ins Netz gestellt am 05.02.2002

Copyright © by the author. All rights reserved.
This work may be copied for non-profit educational use if proper credit is given to the author and IASLonline.
For other permission, please contact IASLonline.
Diese Rezension wurde betreut von unserem Fachreferenten Prof. Dr. Uwe Steiner. Sie finden den Text auch angezeigt im Portal Lirez — Literaturwissenschaftliche Rezensionen.
Weitere Rezensionen stehen auf der Liste
neuer Rezensionen und geordnet nach
zur Verfügung.
Möchten Sie zu dieser Rezension Stellung nehmen?
Oder selbst für IASLonline rezensieren? Bitte
informieren
Sie sich hier!
[ Home | Anfang | zurück ]
Anmerkungen
1 akte exil. Hg. v. Hermann Haarmann.
Band 1: Peter Diezel (Hg.): "hier brauchen sie uns nicht". Maxim Vallentin und das deutschsprachige Exiltheater in der Sowjetunion 1935—1937. Briefe und Dokumente. Berlin: Bostelmann & Siebenhaar 2000. 320 S.
Band 3: Hermann Haarmann unter Mitarbeit von Toralf Teuber (Hg.): Abschied und Willkommen. Briefe aus dem Exil 1933—1945. Berlin: Bostelmann & Siebenhaar 2000. 311 S.
Band 4: Hans Sahl: "Jemand". Ein Chorwerk. Mit 25 Holzschnitten von Frans Masereel. Hg. v. Gregor Ackermann u. Momme Brodersen. Berlin: Bostelmann & Siebenhaar 2002 (erscheint im Frühjahr 2002). 180 S. zurück
2 Walter Benjamin: Gesammelte Briefe. Hg. v. Theodor W. Adorno Archiv. Band I—VI. Hg. v. Christoph Gödde u. Henri Lonitz. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1995—2000. zurück
3 Walter Benjamin an Ernst Schoen, 19. September 1919. In: W.B. (Anm. 2), hier Band II, S. 48. zurück
4 Vgl. Soma Morgenstern an Gershom Scholem, 8. Jan.—9. Febr. 1973, im besprochenen Band S. 260. zurück
5 Die Erinnerungen von Jean Selz erschienen vollständig in: Über Walter Benjamin. Mit Beiträgen von Theodor W. Adorno, Ernst Bloch, Max Rychner, Gershom Scholem, Jean Selz, Hans Heinz Holz und Ernst Fischer (edition suhrkamp; 250) Frankfurt / M.: Suhrkamp 1968, S. 37—51. Der Briefbericht von Max Aron erschien gekürzt in: Walter Benjamin 1892—1940. Eine Ausstellung des Theodor W. Adorno Archivs Frankfurt am Main in Verbindung mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach am Neckar. Bearbeitet von Rolf Tiedemann, Christoph Gödde und Henri Lonitz (Marbacher Magazin; 55 / 1990) Marbach a. N.: Deutsche Schillergesellschaft 1990, S. 292—295. Aus den Briefen von Soma Morgenstern an Gershom Scholem erschienen Auszüge, die von den in diese Sammlung aufgenommenen abweichen, in: Walter Benjamin: Gesammelte Schriften. Hg. v. Rolf Tiedemann u. Hermann Schweppenhäuser. Band VII / 2. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1989, S. 770—773. Außerdem werden Morgenstern-Briefe zitiert in: Hans Puttnies / Gary Smith: Benjaminiana. Eine biografische Recherche (Werkbund Archiv; 22) Gießen: Anabas 1991, S. 102f. u. 194—205. zurück
6 Das zeigt erneut, daß die Erarbeitung einer umfassenden Ausgabe der Tagebücher von Werner Kraft längst überfällig ist. zurück
7 Die Briefe von Asja Lacis an Walter Benjamin sind abgedruckt in: Fritz Mierau (Hg.): Russen in Berlin. Literatur, Malerei, Theater, Film. 1918—1933. Leipzig: Reclam 1987, S. 573—576. zurück
8 Karl Mannheim: Ideologie und Utopie [1929]. Vierte [erw.] Aufl. Frankfurt am Main: Schulte-Bulmke 1965, S. 135. zurück
9 Bei dem Bildhauer Gerhard Marchs (S. 128) handelt es sich zweifellos um Gerhard Marcks. Besonders ärgerlich ist die mehrfach wiederholte Falschschreibung des früh verstorbenen niederländischen Kollegen Wil van Gerwen (S. 23 u. S. 129f.). zurück
10 So verheißt das Inhaltsverzeichnis den Briefwechsel mit Toet Blaupot ten Cate. Im Textteil finden sich jedoch nur die Briefe von Anna Maria Blaupot ten Cate, die Benjamin Toet nannte; seine Briefe an sie müssen als verschollen gelten. Auch dies ist nur ein Beispiel von mehreren. zurück
|