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Für Derk Ohlenroth
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Unter den »Kleineren Fragmenten«, die Hanns Fischer 1968 in seinen epochalen »Studien zur deutschen Märendichtung« als Märentexte aufgeführt hat, finden sich unter der letzten Nummer FB 150 auch die von ihm als a, b und c verzeichneten Bruchstücke.
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Bei a und b handelt es sich um radierte und von anderer Hand
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wieder überschriebene Blätter der im frühen 14. Jahrhundert entstandenen Handschrift H (Heidelberg Universitätsbibliothek, Codex Palatinus Germanicus [im Folgenden kurz Cpg] 341), des wohl bedeutendsten Überlieferungsträgers von Mären überhaupt.
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Bruchstück a findet sich auf den Blättern 88va-90va unter bzw. neben der später eingetragenen geistlichen Dichtung »Warum Gott sein Haupt neigte« und umfasst 322 Verse. Bruchstück b, das ursprünglich auf die Blätter 246ra-249ra geschrieben worden war, musste ebenfalls einem religiösen Gedicht weichen, nämlich »Von der Barmherzigkeit«. b bestand aus 493 Versen. Dadurch, dass in diesen Bruchstücken jeder einzelne Vers vor der Rasur beschrieben war, neue Stücke in H jedoch durch eine in den Fragmenten nicht erkennbare rubrizierte Überschrift eingeleitet werden, ist hier zwingend von jeweils einem Text und nicht von mehreren überschriebenen Stücken auszugehen. Fragment c befindet sich schließlich auf dem linken Rest des ungefähr mittig abgerissenen Blattes 68r der kleinen Papierhandschrift Manuscriptum Germanicum octav [im Folgenden Ms.germ.oct.] 186, der sog. »Livländischen Sammlung« der Berliner Staatsbibliothek.
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Es besteht aus 13 jeweils einer bis zwei Hebungen beraubten, ansonsten aber gut lesbaren Schlussversen einer Erzählung,
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in der – wie später dargestellt wird – jedenfalls von einem Mann und einer Frau sowie von Geld und Freundschaft die Rede ist.
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Fischer wusste mit diesen drei Bruchstücken offenbar recht wenig anzufangen. Zu den Bruchstücken b und c schrieb er in seinen Regesten schlicht »Inhalt unbestimmbar«.
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An anderer Stelle seines Buches erläuterte er näher:
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Über Nr. 150a und 150b habe ich keine genaue Kunde. Offenbar sind unter dem reskribierten Text nur noch geringe Reste des ursprünglichen lesbar. Zum ersten Bruchstück bemerkt Mihm [Mihm, Arend: Überlieferung
und
Verbreitung
der
Märendichtung
im
Spätmittelalter, Heidelberg 1967] (S. 50), es lasse auf ein Märe schließen, »in dem eine junge Dame mit Hilfe ihres Freundes einer vom Vater betriebenen Verheiratung zu entgehen sucht«.
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Gegenstand dieses Beitrages ist es zunächst, die offenbar ohne eigene Prüfung von Fischer in seine Forschungsbibliographie und Regesten übernommenen Bruchstücke a, b und c in ihrer bisherigen Betrachtung durch die Literaturwissenschaft darzustellen. Es soll nachgezeichnet werden, wie letztlich kaum oder gar nicht lesbare Bruchstücke aus Handschriften, die keineswegs ausschließlich Verserzählungen enthalten, von, vor und nach Hanns Fischer als Mären eingeordnet werden konnten. Dies gilt umso mehr, als das seit 2009 in Tübingen und Köln arbeitende DFG-Projekt »Edition und Kommentierung der deutschen Versnovellistik des 13. und 14. Jahrhunderts« die Heidelberger Bruchstücke a und b ebenfalls noch ohne abschließende eigene Prüfung in ihr Corpus der zu edierenden Märentexte aufgenommen hat. Vor allem versuchen wir jedoch, auch mit Hilfe verschiedener technischer Methoden diese drei Bruchstücke bestmöglich zu lesen und sie philologisch zu durchdringen.
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Die »inhaltlich unbestimmbaren Bruchstücke« in der Forschung vor Fischer
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Heinrich Niewöhner plante für den nie erschienenen dritten und letzten Textband seiner Versnovellenedition »Neues Gesamtabenteuer« (NGA) als abschließende Nummer 113 drei von ihm so bezeichnete »inhaltlich unbestimmbare Bruchstücke« ein.
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Obwohl Hanns Fischer bei seinen »Studien« im Titel, in der Stückzahl drei und in der Platzierung der Bruchstücke als letztgenannte Texte seines Corpus offenbar auf Niewöhner zurückgegriffen hat, gibt es große Unterschiede in der Auswahl der Fragmente: Zunächst führte Niewöhner in der letzten Nummer seines NGA-Corpus ausweislich seines Hamburger Nachlasses einen schmalen Pergamentstreifen der Münchner Bayerischen Staatsbibliothek (Cgm 5249[42f]), zwei von Jakob Grimm erörterte Fragmente aus Pergament
9
(heute Berlin, Staatsbibliothek, Nachlass Grimm 131,3)
10
sowie Blatt 68r von Ms.germ.oct. 186 der Berliner Staatsbibliothek. Nur das letzte Bruchstück nennt auch Hanns Fischer als unbestimmbares Märenfragment. Für diesen Text verweist Fischer auf Informationen aus der maschinenschriftlichen Tübinger Dissertation »Verluste auf dem Gebiet der mittelhochdeutschen höfischen Erzähldichtung« von Dora Kurz (1950), die ihrerseits auf Niewöhner zurückgriff. Kurz gab neben oft stark spekulativen und nicht immer weiterführenden Überlegungen zu den ersten beiden Niewöhnerschen Bruchstücken auch die dreizehn verstümmelten c-Verse wieder (S. 245). Eigentümlicherweise reichte die über Kurz erworbene Kenntnis der Verse aus Ms.germ.oct. 186 für Fischer aus, um c unter die Fragmente eines Märe einzuordnen – nicht aber dafür, auch nur eine ungefähre Angabe über den Inhalt des Abschnitts oder gar des voranstehenden Textes zu wagen.
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Heinrich Niewöhner hatte den verstümmelten Text in Ms.germ.oct. 186 bereits 1912 in seiner handschriftlichen Archivbeschreibung auf Seite 10 erfasst, transkribiert und dort als »Schluß eines Gedichtes von den Frauen«
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bezeichnet. Später, bei den Arbeiten am NGA, dessen erster Band 1937 erschien, nannte er das Bruchstück dann grundlegend anders, nämlich: »Die betrogene Frau«. Dieser Titel findet sich auch in den Aufzeichnungen des Nachlasses Niewöhners, der in der Bibliothek des Germanischen Seminars der Universität Hamburg verwahrt wird. Fischer übernahm diese Bezeichnung, die auch Kurz 1950 aufführte und die er mindestens bei ihr gesehen haben muss, jedoch nicht – wobei ihn berechtigte Vorsicht geleitet haben mag.
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Der oben erwähnte 2,7 cm hohe Münchner Pergamentstreifen Cgm 5249(42f) enthält beidseitig je sechs zum Teil stark verstümmelte Verse (s. Abb. 1 und 2). Friedrich Keinz und Karl Bartsch hatten sie 1886 in Germania 31 auf S. 88 herausgegeben. Sowohl Niewöhner in der ersten Ausgabe des NGA wie auch Kurz waren sich im Unklaren, ob sie einem oder doch eher zwei Texten zuzuordnen seien. Später tilgte Niewöhner in seinen nachgelassenen Aufzeichnungen den Streifen jedoch aus seinem Corpus. Er hatte ausweislich einer Notiz in seinem Hamburger Nachlass
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erkannt, dass der Text keineswegs einem Märe zugehört, sondern die Verse 34–39 und 45–50 der geistlichen Rede »Das himmlische Gastmahl« darstellt.
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Abb. 1: Münchner Staatsbibliothek, cgm 5249/42f, Fragment von »Das himmlische Gastmahl«, Blatt 42r.
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Abb. 2: Münchner Staatsbibliothek, cgm 5249/42f, Fragment von »Das himmlische Gastmahl«, Blatt 42v.
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Diese Einsicht ist der Forschung bis heute unbekannt geblieben. Offenbar interessierte sich Niewöhner nicht mehr für das Münchner Fragment, nachdem er erkannt hatte, dass es sicher kein Märenbruchstück darstellt, und er teilte seinen Fund nirgends mit. Karin Schneider konnte daher noch 2005 in ihrem Bibliothekskatalog zu den Münchner Handschriftenfragmenten
14
keine inhaltliche Zuordnung für das Bruchstück Cgm 5249/42f vornehmen; erst kürzlich wurde das Fragment durch unseren Hinweis auf der Internetseite www.handschriftencensus.de identifiziert.
15
Es ist hier nicht der Ort, die Bedeutung dieses Fundes Niewöhners zu diskutieren. Hinzuweisen ist immerhin darauf, dass das »himmlische Gastmahl« – von zwei deutlich späteren Textbearbeitungen abgesehen – bisher als unikal überliefert gilt, und dass die Verse im Münchner Fragment bei klarer Zuordenbarkeit nicht unwesentlich vom Textzeugen in Wiesbaden abweichen. Eine jedenfalls dringend gebotene systematische Auswertung des Hamburger Niewöhner-Nachlasses mag so weit über die Grenzen der Märenforschung hinaus interessante neue Erkenntnisse bieten.
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Als drittes unbestimmbares Märenbruchstück führte Heinrich Niewöhner zunächst die von Jakob Grimm
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edierten, jeweils acht bis neun teils verstümmelte Verse umfassenden Textstücke auf, die sich, nach seinem Urteil, auf zwei Pergamentstreifen wohl des 14. Jahrhunderts verteilten. Über den Aufbewahrungsort der Bruchstücke machte Grimm keine Angaben, sodass auch Niewöhner und Kurz diese Information schuldig bleiben mussten. Wie oben erwähnt befinden sie sich heute in der Berliner Staatsbibliothek, Nachlass Grimm, 131,3. Im stark beschädigten Fragment Ib, 8 war jedenfalls von einer womöglich als Kupplerin tätigen vrouwe Rincwîte die Rede; der Text wurde insgesamt, mit Kurz (1950), S. 248, als »Charakterisierung des Wirtshaus- und Dirnenmilieus angelegt«. Kurz‘ Bedenken, ob eine offenbar handlungslose Genrebeschreibung überhaupt als Versnovelle gelten könne, mögen auch Heinrich Niewöhner gekommen sein. Immerhin ist vom Text der vrouwe Rincwîte in seinen nachgelassenen Blättern zum NGA keine Rede mehr. Stattdessen führte er dort, nicht jedoch im ersten Band des NGA, mit den radierten Blättern 246ra-249ra des Cpg 341 der Heidelberger Universitätsbibliothek ein Fragment auf, das Fischer später als »Inhaltlich unbestimmbares Bruchstück II«
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unter der Nummer FB 150b katalogisierte. Viel vermochte Niewöhner auf diesen reskribierten Blättern vom ursprünglichen Text allerdings nicht zu entziffern, wie ein Transkriptionsversuch aus seinem Hamburger Nachlass belegt.
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Besser erging es auch Arend Mihm bei seinen Leseversuchen für die 1967 erschienene, oben erwähnte Studie zur Überlieferung von Märentexten nicht. Für das von Niewöhner betrachtete spätere Fischer-Fragment FB 150b in Heidelberg schrieb er, bei der
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reskribierten Textstelle läßt sich nicht einmal mehr feststellen, wie viele Stücke der Rasur zum Opfer gefallen sind, und nur aus einigen derben Worten, die noch zu entziffern sind, kann man schließen, daß es etwas recht Weltliches und wahrscheinlich Märenartiges gewesen sein muß.
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Explizit auf Mihms Analyse stützte sich Fischer, wie oben zitiert, vor allem für sein Bruchstück a, in dem Mihm eine Dreieckserzählung zwischen Dame, Freund und dem eine anderweitige Hochzeit einfädelnden Vater zu erkennen glaubte. Dieses Fragment, wie vermutlich auch Bruchstück b aus der Heidelberger Handschrift, wurde wohl aufgrund der Erwähnung in Mihms Arbeit in das Fischersche Mären-Corpus übernommen; nichts spricht dafür, dass Hanns Fischer Niewöhners nachgelassene Schriften kannte, in denen gleichfalls zum Bruchstück b gearbeitet worden war. Das Berliner Bruchstück c erwähnt Mihm in seiner Arbeit jedoch nicht; Fischer hatte von diesem wenn nicht aus eigener Anschauung, so doch jedenfalls aus der Dissertation von Dora Kurz einige Kenntnisse.
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Zu seinen Ergebnissen bezüglich der Heidelberger Bruchstücke war Mihm durch das intensive Studium sowohl des Cpg 341 als auch von UV-Licht-Fotografien gelangt, die das Vetus-Latina-Institut in Beuron im Jahre 1962 angefertigt hatte (bereits im Jahre 1925 waren Fluoreszenzaufnahmen beider Bruchstücke angefertigt worden). Auf welche Textstellen Arend Mihm seine Deutung der verstümmelten Texte im Einzelnen gründet, geht weder aus seiner Monographie hervor noch erinnerte er sich auf unsere E-Mail-Anfrage
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hin an Details, was nach knapp viereinhalb Jahrzehnten auch nicht verwundern kann. Erste eigene Leseversuche an der Handschrift und an digitalen Reproduktionen erlaubten es uns nicht, Mihms Inhaltsvermutung speziell zu Fragment a nachzuvollziehen, nach der es sich bei diesem – wie erwähnt – um die Gegenlist eines Mädchens und ihres Freundes zu den Verheiratungsplänen ihres Vaters handeln soll. Somit ergab sich die Notwendigkeit einer erneuten Untersuchung der überschriebenen Textstücke in H.
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Hanns Fischers Nennung der drei Bruchstücke a, b und c beruht somit, anders als bei den sonst in Fischers Katalog aufgeführten Texten, höchstens im Fall von Ms.germ.oct. 186 auf persönlicher Handschrifteneinsicht. Vielmehr hatte Fischer mehrere, meist erfolglose Lese- und Zuweisungsversuche zum Teil nicht eben vertrauenswürdiger Gewährsleute (Kurz) rezipiert, welche sich einer ganzen Reihe fragmentierter Texte angenommen hatten, hinter denen sie Mären vermuteten.
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Das Heidelberger Fragment FB 150a
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Den Beginn des reskribierten Fragments FB 150a auf Bl. 88va der Heidelberger Handschrift cpg 341, der mit dem Beginn des geistlichen Gedichts »Warum Gott sein Haupt neigte« zusammenfällt, kann man gegenüber dem vorher stehenden Text leicht mit bloßem Auge erkennen. Das Ende des Fragments lässt sich dadurch bestimmen, dass auf Blatt 90va, V. 37 offenkundig ein neuer überschriebener Text beginnt, und zwar Heinrichs von Freiberg Preisrede auf den böhmischen Ministerialen Johann von Michelsberg, die auch unter dem Titel »Die Ritterfahrt« geführt wird.
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Dieser Text wurde hier radiert, später in der Handschrift jedoch nachgetragen (Bl. 373r-374v, die ersten 10 Verse fehlen dort), was sich aufgrund der lesbaren Reimwörter im reskribierten Text leicht belegen lässt. Geht man davon aus, dass auch dieser Text von einer zweizeiligen Überschrift eingeleitet wurde, so ergibt sich das Ende für Fragment FB 150a auf Blatt 90va, V. 34. Reimwörter sind sowohl in Bruchstück a wie auch in b oftmals recht gut zu erkennen, wenn der frühere Vers deutlich länger als der darüber geschriebene war und somit das letzte Wort ›idealerweise‹ nur radiert und nicht überschrieben oder aber radiert und durch dünne rote Schlangenlinien übermalt wurde.
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In Nachbarschaft von Bruchstück a findet sich die verstümmelte und radierte, jedoch nicht reskribierte Verserzählung vom »Herrgottschnitzer«.
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Zuletzt wurde das Märe von Klaus Grubmüller überzeugend als besonders blasphemischer Grenzfall des in Mären statthaften Humors erörtert.
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Arend Mihm hatte bereits 1967 angenommen,
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daß bei einer Revision der Handschrift einige Stücke, die [Schreiber] b darin eingetragen hatte, als anstößig empfunden und durch geistliche Gedichte ersetzt wurden. Dabei ergab sich eine gewisse Schwierigkeit, da die Ersatzstücke in ihrer Länge dem durch die Tilgung entstandenen Raum ungefähr entsprechen mußten. Während man nun bei der zweiten Rasur [»Der Herrgottschnitzer«] die Blätter, die nicht wieder beschrieben wurden, einfach entfernte, hat [Schreiber] f, um die beiden ersten Lücken nach Wunsch füllen zu können, auch den dazwischenstehenden ›Michelsberger‹ ausradiert, ihn dann aber am Ende der Handschrift nachgeholt.
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Folgt man dieser Argumentation, so muss Fragment a anstößigen Inhalts gewesen sein. Diesen galt es – wie auch den »Herrgottschnitzer« – zu tilgen, während die Rede Heinrichs von Freiberg aus Platzökonomie zunächst weichen musste und später allein wieder nachgetragen wurde, allerdings ohne die ersten zehn Verse.
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Zwingend ist die Darstellung Mihms allerdings nicht: Es liegt zwar nahe, dass der »Herrgottschnitzer« aus inhaltlichen Gründen getilgt wurde, wobei der erste Teil durch die legendarische Verserzählung vom »Mönch Felix« überschrieben wurde, man danach Blätter herausschnitt und den restlichen radierten Text einfach unüberschrieben stehen ließ. Dieser Eingriff war aber schon gravierend genug, um das Gefüge der voranstehenden Texte weitgehend zu beeinträchtigen. Ein Teil des »Herrgottsschnitzers« wurde durch den über vierhundert Verse umfassenden »Mönch Felix« überschrieben, was wiederum Teile des ursprünglich von Fragment a bedeckten Raums beanspruchte, so dass hier ein im Vergleich zu a kürzerer Text, »Warum Gott sein Haupt neigte«, eingepasst werden musste. Erst durch die Tilgung des Bruchstücks a sowie des »Johann von Michelsberg« wurde es möglich, die beiden geistlichen Gedichte in die entstandene Lücke aus drei Texten einzupassen; dass mehr als nur einer davon, der »Herrgottsschnitzer«, als anstößig empfunden wurde, lässt sich nicht belegen, unter den erkennbaren Wörtern des Textes finden sich jedenfalls keine, die in diese Richtung deuteten. Die Vehemenz, mit der der »Herrgottschnitzer«, nicht jedoch Fragment a behandelt wurde, spricht gegen eine gut vergleichbare Missliebigkeit beider Texte; und dass Fragment a – anders als der »Johann von Michelsberg« – später nicht mehr in die Handschrift eingetragen wurde, mag andere Gründe als »moralische« Vorbehalte gehabt haben.
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FB 150a muss also keineswegs aus inhaltlichen Gründen reskribiert worden sein.
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Arend Mihms erwähnte Inhaltszuschreibung von Bruchstück a als Dreiecks-Heiratsschwank konnte durch unsere Betrachtungen der Handschrift nicht gestützt werden. Sowohl durch die Autopsie von cpg 341 unter UV-Licht als auch durch die Vergrößerung eines Digitalisats,
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in dem die erkennbaren Elemente des früheren Textes farblich gehöht und nachgezeichnet wurden (ein Beispiel in Abb. 3), waren nur einzelne Buchstaben und einige Wörter (meist Reimwörter) lesbar, die wir tabellarisch verzeichneten (siehe Anhang 1). Einige lesbare Wörter, vor allem auf Blatt 89ra, erlauben es immerhin, eine Erzählung anzunehmen, in der eine maget klar (V. 31) vorkommt, in der durch das zweimal vorkommende sprach (V. 25, 29) ein Dialog naheliegt und in der die Wendung dienst leben (V. 3) ebenso wie der am besten lesbare V. 29 auf Blatt 90rb Die s..er riten wider sin hvlde auf eine Einbettung im höfischen Milieu schließen lässt.
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Abb. 3: Bildbearbeitung von Bl. 246r des cpg 341 der Universitätsbibliothek Heidelberg. Dunkelgrüne Schrift bedeutet ›klar lesbar‹, hellgrün ›nicht eindeutig lesbar, aber wahrscheinlich‹, türkis ›mit hoher Wahrscheinlichkeit ergänzbar‹.
Siehe auch: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341/0495?sid=a0b2c876742a1499d560060504 b12c2f (12.05.2011)
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Die von Mihm bearbeiteten Fluoreszenz-Photographien des Vetus-Latina-Instituts in Beuron aus dem Jahre 1962 liegen für diesen Text – wenn überhaupt – nur unvollständig vor; lediglich die Aufnahmen der Blätter 90rv, d.h. 90 der insgesamt 317 Verse des Fragments, waren in Beuron noch auffindbar. Es ist nicht ausgeschlossen, dass uns vom Beuroner Institut (dankenswerterweise) Aufnahmen von 1925 zugesandt wurden, deren Bearbeitung Niewöhner in seiner Handschriftenbeschreibung für das NGA erwähnt und die ggf. nur diese letzten Seiten des Fragments abbildeten. Mihm lagen dagegen ggf. andere, spätere Fotografien von 1962 vor. Möglich ist somit, dass sich die für Mihms inhaltliche Deutung relevanten Passagen auf den späteren Fotografien der vorhergehenden Blätter befanden und nur durch die Aufnahmen von 1962 lesbar wurden.
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Dies ist allerdings recht unwahrscheinlich: Die uns zugänglich gemachten Aufnahmen des Textes, die ggf. von 1925, vielleicht aber auch aus dem Jahr 1962 stammen, ermöglichten gegenüber der Autopsie vor Ort und der Betrachtung des vergrößerten Digitalisats nur an sehr wenigen Stellen eine bessere Lesung des Textes. Deutlich bessere Ergebnisse bei den Aufnahmen von 1962 gegenüber früheren und späteren Lese- und Abbildungsversuchen – also den gegebenenfalls von 1925 stammenden Aufnahmen und unseren auf UV-Licht-Autopsie und Digitalisatvergrößerung beruhenden Bemühungen, sind nicht anzunehmen.
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Die in Fischers Regesten eingeflossene Inhaltsangabe nach Arend Mihm ist somit nicht nachvollziehbar. Lediglich die Annahme eines kleinepischen, wohl im höfischen Kontext angelegten Stücks ist zulässig. Immerhin ist nicht ausgeschlossen, dass es aufgrund unserer Transkription der wenigen lesbaren Stellen einmal möglich sein wird, dieses Fragment mit einem anderen Text zu identifizieren. Insbesondere die größere Zahl von erkennbaren Reimwörtern, die allerdings nicht sehr markant sind (Blatt 89ra: leben:geben [V.2f.] enwil:vil, niht:geschiht [V. 21–24]), gibt Hoffnung, dass es später – vielleicht anhand eines noch unbekannten Textzeugen – einmal möglich sein wird, dieses Fragment zu identifizieren.
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Für eine eigenständige Edition reicht der lesbare Bestand des Fragments FB 150a jedenfalls bei weitem nicht aus.
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Das Heidelberger Fragment FB 150b
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Ähnlich wie mit Fragment FB 150a verhält es sich mit FB 150b: Es lassen sich nur einzelne Wörter und Anfangsbuchstaben erkennen, die jedoch insgesamt nicht ausreichen, weiterreichende Angaben bezüglich des Inhalts zu machen. Immerhin kann festgestellt werden, dass sich ausreichend Reimwörter erkennen lassen, die es bei einem direkten Vergleich mit einem anderen Text einmal ermöglichen könnten, eine Identifikation von Fragment b vorzunehmen. Entsprechend haben wir, wie für Bruchstück a, auch alle in b erkennbaren Textbruchstücke in einer tabellarischen Aufstellung festgehalten. (Anhang 2)
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Ob allerdings ein bereits bekannter weiterer Überlieferungszeuge existiert, den man erfolgreich mit den Resten von b vergleichen könnte, scheint fraglich. Das Reimwort gupf auf Bl. 247vb, V. 19 ist ebenso eindeutig lesbar wie – sowohl in der Bedeutung als »Gipfel, Spitze« wie auch als »Kopfbedeckung« – relativ selten nachgewiesen.
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Einen Beleg als Reimwort fanden wir nicht, so dass man vermuten muss, für den Text von Fragment b gebe es keinen weiteren bekannten Zeugen.
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Zudem ist angesichts des letzten Verses von Fragment b (Bl. 249ra, V. 16) eher zu bezweifeln, ob es sich bei diesem überhaupt um eine Verserzählung handelt. Dort kann man den Text besonders gut erkennen, da hier der übergeschriebene religiöse Text »Von der Barmherzigkeit« um einen Vers kürzer ausfiel als Fragment b und somit der letzte Vers bis zum nachfolgenden »Armen Heinrich« Hartmanns von Aue einfach leerbleiben konnte. Unter dem »Armen Heinrich« befindet sich dann kein radierter Text mehr. In der zwischen den später geschriebenen Texten freigelassenen Zeile erkennt man vergleichsweise deutlich: Do mit … er mir so heiz; gerade das Verb ist aber definitiv nicht zu entziffern.
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Will man hier nicht eine direkte Figurenrede annehmen, die am Ende einer Verserzählung äußerst selten ist, hat man es mit einem Sprecher- bzw. Erzähler-Ich zu tun, das hier spricht. Im engeren Sinn unterscheiden sich Mären zwar von Reden davon, gerade kein solches hervortreten zu lassen;
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dies gilt jedoch nicht für exordiale Passagen und hinderte z.B. den – allerdings deutlich späteren – Verfasser des Märes vom »Bildschnitzer von Würzburg II« nicht daran, seinen Text mit einer Trunkheische zu beenden: Er wolle nämlich, gäbe man es ihm, so viel trinken, das mir die augen müsten überlaufen.
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Nichtsdestoweniger sind solche Selbstreferenzen in Mären eher selten.
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In Tilo Brandis‘ Minnereden-Verzeichnis
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findet sich keine Entsprechung mit dem Schlussvers von Bruchstück b, auch entspricht ein solcher, recht unmittelbarer Abschluss nicht unbedingt dem Duktus des Genres. Es ist bis zu einer für die Zukunft zu erhoffenden Identifizierung des Fragments b also eher nicht damit zu rechnen, es mit einem Märe im engeren Sinne oder einer Minnerede zu tun zu haben. Nähere Aussagen zum Inhalt des Textes sind allerdings nicht möglich.
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Eine Edition des Bruchstücks b ist aufgrund der selbst unter UV-Licht kaum einmal gegebenen Lesbarkeit mehrerer Wörter in einem Vers zwecklos.
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Das Berliner Fragment FB 150c
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In der 1431 entstandenen, mit 135 x 100 mm sehr kleinformatigen Berliner Papierhandschrift Ms.germ.oct. 186, der nach ihrer mutmaßlich baltischen Herkunft so genannten »Livländischen Sammlung«, finden sich auf der verbliebenen linken Hälfte von Bl. 68r (Abb. 4) dreizehn fragmentierte Verse, darunter dann ein durch drei etc.-Zeichen abgesetzter Schreiberreim: De dyt screff/ de ys leff/ leff dat ys... Es wurde also, nach dem durch Bruchstück c beendeten Text, der leere Raum der Seite gefüllt – nach Heinrich Niewöhners 1912 in seiner Archivbeschreibung (S. 10) geäußerten Einschätzung deutlich nach dem heute angenommenen Entstehungsdatum der Handschrift, nämlich »um 1500«.
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Abb. 4: Bl. 68r des Ms.germ.oct. 186 der Staatsbibliothek Berlin.
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Eine Seite der »Livländischen Sammlung« war formatbedingt stets einspaltig beschrieben und enthielt ca. zwanzig Verse. Neben dem Textfragment enthält Ms.germ.oct. 186 noch die mittelniederdeutsche Erzählung von »Flos und Blankeflos«, verschiedene Minnereden und auch zwei Mären mit Minnethematik, nämlich zum einen die ersten 335 Verse der »Frauentreue« (Bl. 21r-25v), zum anderen auf Bl. 27r-42v »Die treue Magd«. Unmittelbar gerahmt wird Fischers Bruchstück c vorn von der auf Bl. 66v endenden Rede »Des Minners Anklagen« sowie den darauffolgenden Resten zweier herausgerissener Seiten; hinten folgt der auf Bl. 68v anschließende Beginn der Erzählung von »Flos und Blankeflos«. Bruchstück c besteht aus den fragmentierten letzten 13 Versen einer (bei zwei verlorenen Blättern à ca. 2 x 20 = ca. 80 Versen) etwa 90 Verse umfassenden Dichtung. Wie Dora Kurz (1950, S. 246) von einem 100–140 Verse umfassenden Text ausgehen konnte, erschließt sich nicht – sie kannte die Handschrift wohl auch nicht aus eigener Anschauung, da sie ebd. schreibt, der Text habe »den Weg aufs Pergament« der Papierhandschrift Ms.germ.oct. 186 gefunden. Vielmehr liegt es nahe, dass sie über das fragmentierte Werk in Niewöhners von ihr explizit herbeigezogener Handschriftenbeschreibung für das NGA gelesen hatte. Jedenfalls war bei Kurz die Auflösung der Kürzungszeichen im Text entgegen Niewöhner ebenso falsch wie die Abfolge der Verse fehlerhaft.
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Dass sich auf den zwei verlorenen Blättern mehr als ein Text befunden haben könnte, liegt nicht nur aufgrund des Umfangs aller anderen in der Handschrift enthaltenen Texte fern. Auch der greifbare Inhalt des Fragments c legt nahe, in ihm das recht lange Epimythion einer knapp gehaltenen Verserzählung zu sehen. Diese liegt mit ihren 90 Versen ohnehin schon unterhalb des in Fischers ebenso berühmter wie umstrittener
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Märendefinition geforderten Mindestumfangs von 150 Versen.
31
Allerdings führt Hanns Fischer in seinem Corpus auch diverse Texte mit einer vergleichbaren Verszahl als Mären auf, so z.B. »Schneekind A« und »Schneekind B« mit jeweils 90 Versen, so dass c der Form nach sehr wohl der Schluss eines Märe sein mag.
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Das nach unserer Autopsie von c Lesbare weicht bisweilen von Niewöhners Befund ab.
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Wir lesen:
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1 de schult al Iuw[er]
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…. Niewöhner: al Iuw[er]: an In hedde se ome s
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… so we(re) dat in den[e]… ydder in dene we… Niewöhner: we] wo
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[51]
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5 dat recht wijsede… aldus wart deme k
34
… vnd(e) dat gelt dat om[e]
35
… Niewöhner: on
vnd(e) de vruntsscop v… dat quam van siner s
36
…
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[52]
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10 aldus vn(de)
37
beth mote(n) alle…
38
de vrauwe(n) bedecke(n)
39
alsu[s]… Niewöhner: de vrauwe h…. ke(n) alsu
dat se an eren megen b.... Niewöhner: …egen
alle dogede kome(n) van w…. Niewöhner: w] v
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[53]
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Der von Niewöhner 1912 in seiner Archivbeschreibung gewählte Titel »Schluß eines Gedichtes von den Frauen« ist also nicht zutreffend, da in V. 2 offenbar nur von einer weiblichen Person die Rede ist. Für das NGA änderte Niewöhner, wie erwähnt, den Titel dann zu »Die betrogene Frau«, was auch Dora Kurz (1950, S. 246) übernahm. Doch auch diese Deutung scheint uns nicht eben zwingend zu sein – geschweige denn das, was Kurz ebd. als die »gesicherten Punkte« des Textes herausstellte: »Es wird deutlich, dass der Mann die Frau (und sich selbst?) um Hab und Gut bringt, dass die Frau (oder beide) Ehre und Freundschaft verliert, alles ist seine Schuld. Den Hintergrund der Fabel bildet eine Kontroverse zwischen Mann und Frau. Hier ist es nicht die Frau, die die üble Rolle spielt, sondern der Mann.«
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Wir sehen hingegen keine Textstelle, die ohne Zweifel erkennen ließe, ob die in V. 1 genannte, evtl. auch weniger moralische als finanzielle schult, die zwingend auf mnd. stf. schult (und nicht etwa auf an. v. *schuln = suln, soln) zurückgeht,
40
vom Erzähler der vrauwe, dem in der Dativform in V. 6 sowie Personal- und Possessivpronomen in V. 2, 7 und 9 greifbaren männlichen Protagonisten oder gar noch einer dritten Person zugesprochen wird.
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Einiges lässt sich dennoch über diesen fragmentierten Schlussabschnitt sagen:
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[56]
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Iuw[er] in V. 1 ist entweder als Teil einer direkten Rede oder – aufgrund der Zuweisung von schult weniger wahrscheinlich – als Erzählerapostrophe ans Publikum zu verstehen. Ab dem zweiten Vers wird außerhalb der eigentlichen Erzählhandlung im Irrealis über das vorher Geschilderte räsonniert. Der wohl von V. 2 bis 4 reichende Gedanke erörtert, was geschehen wäre, wenn die Frau in Bezug auf den männlichen Widerpart etwas getan oder gelassen hätte. Die Korrespondenz von hedde (V.2) zu so we(re) (V. 3) schafft einen unmittelbaren Bezug beider Verse aufeinander, eine ebensolche ist für in den[e]… (V. 3) und ydder in dene (V. 4) festzustellen. Die Wendung in V. 5 dat recht wijsete hat recht als Substantiv und nicht als Adverb, wie mhd. Belege für reht wîsen als »das Recht bzw. das Richtige offenbaren« untermauern (BMZ 4, S. 759, I, 4). Hier geht es darum, das in der erzählten Begebenheit (Präteritum) von irgendjemandem bzw. irgendwie Recht von Unrecht unterscheidbar gemacht wurde. Zu Beginn eines ersten Fazits wird, hierauf Bezug nehmend, summiert, dass »auf diese Weise« (aldus, V. 6) offenbar dem Mann in Bezug auf gelt, dat om(e)… (»Geld, das ihm bzw. ihn…«, V. 7) und vruntsscop (V. 8) etwas Positives oder Negatives widerfahren ist, was – laut zweitem Fazit in V. 9 – auf eine Eigenschaft oder Person zurückzuführen ist, die ihm durch das Possessivpronomen siner zugeordnet wird. Eine Verskombination: vnd(e) de vruntsscop vunden/ dat quam van siner sunden wäre reizvoll, ist aber nicht zu erhärten, Gleiches gilt für die Möglichkeit vester/ swester.
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[57]
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Zentral für das Verständnis des Textfragments sind die Verse 10 und 11, mit denen offenbar die vom direkten Bezug auf die zuvor stehende Geschichte abhebende, allgemeinere Schlusslehre des Epimythions einsetzt: Wenn man in V. 10 vn mit Nasal zu mhd. unde liest, würde dies anders als in V. 7 und 8, dort vnd(e), geschrieben. Beth müsste mhd. baz (in der Handschrift allerdings mehrfach mnd: bat), also »weiter« bzw. »besser« bedeuten, um schließlich lesen zu können: »So und weiter [bzw. besser] müssen/werden alle…«
41
Vers 11 (und auch V. 12) ist offenbar relativisch an V. 10 angeschlossen. bedecke(n), ohnehin nicht mit letzter Sicherheit gegenüber möglichem bede(n)cke(n) zu erkennen, bedeutet im Kontext wohl eher »schützen« als »verstecken«; bede(n)cke(n) mit für die Handschrift auffälligem ck nach Nasal wäre als »mit Gut versehen« ebenfalls sinnvoll. Möglich erscheint ebenfalls bede(n)cke(n) als substantiviertes Verb mit vrauwe(n) als Gen. Pl. Man könnte hier an de vrauwe(n) bede(n)cke(n) alsu[s bewarn] bei anzunehmendem Reimwort [varn] in V. 10 denken. Im Kontext mit V. 12 muss hier jedenfalls eine den vrauwe(n) zugute kommende Tätigkeit stehen. Das fehlende letzte Wort im Vers – mehrere wären auch metrisch unwahrscheinlich – ist im Falle von bedecke(n) offenbar ein Adverb, und zwar ein solches, das sinnvoll zum kausal angeschlossenen Folgesatz passt und zugleich als Reimwort eine Entsprechung zum am Ende von V. 10 zu erwartenden infiniten Verb herstellt.
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[58]
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Leichter fällt das Verständnis von Vers 12 und 13, die mit großer Wahrscheinlichheit ergänzt werden können: Die in Vers 10 und 11 bezeichneten Personen (alle … de) tun den Frauen vermutlich etwas zugute, dat se an eren megen b[lyven], also »sodass (bzw. damit) sie ehrenhaft bleiben können«, während die Schlusssentenz in V. 13, gerade nach dem vorher Herausgestellten, vermutlich lautete: alle dogede kome(n) van w[yven]. Dies wird zudem dadurch gestützt, dass man im Fragment hinter w den Rest eines nur einem folgenden y zuzuordnenden Diagonalstrichs erkennt. Die konjizierten beiden letzten Verse ließen sich so wenig wie die davor stehenden in anderen Texten nachweisen.
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[59]
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Alles spricht somit dafür, im Fischerschen Textfragment c das Epimythion einer knappen, wohl schwankhaften Verserzählung mit einer vrauwe und einem männlichen Protagonisten anzunehmen, bei der die Frau mit einiger Wahrscheinlichkeit als (für den Mann?) positiv handelnde Person dargestellt wird. Im Vergleich zu den Fischerschen Bruchstücken a und b ist dies ein weitreichendes Resultat; nicht zuletzt, da somit überhaupt gewiss behauptet werden darf, es mit dem Bruchstück eines Märe zu tun zu haben. Eine Edition des Fragments ist nicht nur möglich, sondern unseres Erachtens auch als Vorleistung für eine in Zukunft zu erhoffende Identifikation des Fragments wünschenswert.
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Fazit
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Hanns Fischers Einordnung der drei Bruchstücke a, b und c in sein Märencorpus basiert mindestens indirekt auf früheren Versuchen anderer Autoren (Niewöhner, Kurz), die jeweils drei schwer oder gar nicht lesbare Handschriftenfragmente inhaltlich der Gattung des Märe zuordnen wollten. Im Falle der Bruchstücke, die Heinrich Niewöhner für sein NGA auswählte, hat sich erwiesen, dass diese Versuche später zum Teil revidiert werden mussten. Auch Fischers Bruchstücke, die er nicht aufgrund eigener Forschung, sondern heute teilweise nicht mehr nachvollziehbarer Forschungsergebnisse (Kurz, Mihm) in seinen »Studien« berücksichtigte, dürfen somit keineswegs unhinterfragt als Märenfragmente gelten. Eine nähere Prüfung der Texte ergab vielmehr, dass die Heidelberger Bruchstücke a und b schlicht zu wenig Text für eine klare Zuordnung zu einer Gattung – geschweige denn zu einem konkreten Inhalt – bieten. Von einer Edition muss mangels lesbaren Textes unseres Erachtens abgesehen werden; zu hoffen bleibt allerdings, dass es zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein wird, durch die von uns transkribierten Textstellen eine Identifikation mit einem anderen Text vorzunehmen. Aufgrund des deutlich größeren, wenngleich niemals ganze Verse bildenden Textbestandes des Berliner Bruchstücks c ist es dagegen möglich, darin das relativ lange Epimythion eines ca. 90 Verse umfassenden Märes zu sehen. Die an sich meist gut lesbaren Wörter und Wendungen erlauben für den ehemals zugehörigen restlichen Text von Ms.germ.oct. 186 zumindest die grobe inhaltliche Einordung als Schwankmäre mit einem männlichen sowie einem offenbar positiv gezeichneten weiblichen Protagonisten.
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Legende
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• Kursiv: nicht eindeutig lesbar, aber wahrscheinlich
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• Eckige Klammer: mit hoher Wahrscheinlichkeit ergänzbar
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Zu Fragment FB 150a
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[66]
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88va (V.33–40):
(allein lesbar:)
V. 33 f.: rote Schrift
V. 33:……………………….. …ein
V. 35: keine Spuren anderer Initiale zu sehen
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[67]
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88vb:
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Zeile
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Anfangsbuchstabe
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Versteile
|
Reimwort
|
Bemerkung
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1
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[7]
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...r ... e
|
an
|
Ab V. 1 Initialenverzierung, aber wo Initiale?
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2
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|
han
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3
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|
...lis ...
|
l..get
|
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4
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g[et]
|
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5
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[n]
|
|
en
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6
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|
g...en
|
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7
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[d]
|
......g...
|
g...
|
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8
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O
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9
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D
|
|
...s...
|
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10
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11
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g[e]lovben/t
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12
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v...
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13
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14
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15
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16
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17
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.....................l...
|
…er nit
|
er els er-Kürzungszeichen;
über und zwischen i und t: c (?)
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18
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19
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20
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21
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22
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23
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24
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|
m
|
m mit Nasalstrich
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25
|
|
|
ern
|
|
|
26
|
|
|
n
|
|
|
27
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|
|
|
|
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28
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29
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30
|
D
|
|
|
|
|
31
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..s………………
|
|
|
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32
|
V
|
|
|
|
|
33
|
|
|
|
|
|
34
|
D
|
|
ip
|
|
|
35
|
|
|
lip
|
|
|
36
|
|
|
en
|
|
|
37
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|
|
|
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38
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39
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40
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|
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[69]
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89ra:
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[70]
|
|
Zeile
|
Anfangsbuchstabe
|
Versteile
|
Reimwort
|
Bemerkung
|
|
1
|
|
...ch...t
|
i[n]
|
|
|
2
|
|
|
in
|
|
|
3
|
|
...d.............................dienst
|
leben
|
|
|
4
|
|
.....r.................li....
|
g[eb]en
|
|
|
5
|
|
|
|
|
|
6
|
|
|
...m
|
|
|
7
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|
..e...................................
|
die...t
|
|
|
8
|
|
...i.........................
|
|
|
|
9
|
|
.........d....er................m[a]nige
|
stvnde
|
|
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10
|
|
|
[kv]nde
|
|
|
11
|
|
|
|
|
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12
|
|
………..li………….l……..
|
|
|
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13
|
|
|
man
|
|
|
14
|
|
………………………….kv…
|
g[e].an
|
gewan/getan?
|
|
15
|
D
|
……e………i…g………[vn]d
|
sprach
|
zweizeilige, blaue(?) Initiale
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16
|
|
…d…………………………
|
|
|
|
17
|
|
l.g………………..n……….
|
din/r?
|
|
|
18
|
|
……..t…………….z….ge..
|
.[in]
|
|
|
19
|
|
…………………p……..e…g
|
…[an]
|
|
|
20
|
|
|
man
|
|
|
21
|
|
…………….r……..
|
enwil
|
|
|
22
|
|
………………………..[ene]
|
vil
|
|
|
23
|
|
………………………..lonen
|
niht
|
|
|
24
|
|
……………………i..
|
ges[c]hih[t]
|
|
|
25
|
F?/S? (Si?)
|
spr[ach]…g……
|
in
|
|
|
26
|
|
………………………..n
|
dîn
|
|
|
27
|
|
..v…..li….p
|
?
|
|
|
28
|
|
..e…………………….drvm
|
sehe1n
|
|
|
29
|
|
sprach…….g……..(s?)……
|
?
|
|
|
30
|
|
…[hi]…………………
|
?
|
|
|
31
|
|
…li……i(?)d…..e maget
|
klar
|
|
|
32
|
|
……………………..li
|
ar
|
|
|
33
|
|
……..ei…a..si…….s
|
we..e
|
|
|
34
|
|
………..e…..is
|
…e
|
|
|
35
|
|
|
|
|
|
36
|
|
…………..li…..i…..o
|
|
|
|
37
|
D
|
.i………si…….a……
|
|
|
|
38
|
|
.i…………………e…
|
|
|
|
39
|
|
……….n………
|
|
|
|
40
|
|
...e..e..r(?)……
|
.i..
|
|
|
|
[71]
|
89rb:
|
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[72]
|
|
Zeile
|
Anfangsbuchstabe
|
Versteile
|
Reimwort
|
Bemerkung
|
|
1
|
|
…sprach…li…r……..gîench
|
h2er
|
Initialenverzierung ab V. 1
|
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2
|
|
..sol………….r
|
[er]
|
|
|
3
|
|
|
|
|
|
4
|
|
|
?
|
|
|
5
|
|
…s….e…g…o…..s
|
|
|
|
6
|
|
|
|
|
|
7
|
|
r(?)e dv…….?
|
|
|
|
8
|
|
….s/f………………des…
|
|
|
|
9
|
|
…m…..
|
[ir]
|
|
|
10
|
|
..d wi/o(?)l s…ne
|
dir
|
|
|
11
|
|
….sp……ve…i…
|
g….rn
|
gewarn?
|
|
12
|
|
|
…[rn]
|
|
|
13
|
D
|
|
|
|
|
14
|
|
….e……
|
|
|
|
15
|
De
|
…..r…e……..
|
|
|
|
16
|
D
|
|
|
|
|
17
|
V
|
|
|
|
|
18
|
|
…e………..v.
|
..re
|
|
|
19
|
O
|
|
|
|
|
20
|
|
…s…
|
|
|
|
21
|
D
|
er li….
|
|
|
|
22
|
|
………..s.el………
|
ch[eft]en
|
|
|
23
|
S
|
………….e……..l……….
|
|
|
|
24
|
|
|
g…er/t(?)
|
|
|
25
|
D
|
|
|
|
|
26
|
|
|
|
|
|
27
|
D
|
|
|
|
|
28
|
|
|
[daran]
|
|
|
29
|
|
|
[me2re/meer?]
|
???
|
|
30
|
|
|
…er
|
|
|
31
|
|
|
|
|
|
32
|
|
|
ge…
|
|
|
33
|
|
|
|
|
|
34
|
|
|
|
|
|
35
|
|
|
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|
|
36
|
|
|
|
|
|
37
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|
………..…f………………
|
|
|
|
38
|
|
|
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39
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|
…………………….e…
|
|
|
|
40
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|
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|
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|
|
[73]
|
89va:
|
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[74]
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Zeile
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Anfangsbuchstabe
|
Versteile
|
Reimwort
|
Bemerkung
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1
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2
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3
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4
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|
|
5
|
|
|
|
|
|
6
|
|
…………….s……………..
|
|
|
|
7
|
D
|
|
|
|
|
8
|
|
……………….lizn?/lon/len?
|
leben
|
|
|
9
|
|
|
|
|
|
10
|
|
f…………………r…………..
|
|
|
|
11
|
|
|
|
|
|
12
|
|
|
|
|
|
13
|
S?(D?)
|
…………………….g…….
|
|
|
|
14
|
|
|
?
|
|
|
15
|
D(?)
|
|
?
|
|
|
16
|
|
|
?
|
|
|
17
|
V
|
|
|
|
|
18
|
|
|
|
|
|
19
|
V
|
|
|
|
|
20
|
|
…..i.s…….
|
|
|
|
21
|
D
|
|
|
|
|
22
|
|
|
|
|
|
23
|
V
|
|
mîr
|
|
|
24
|
|
|
|
|
|
25
|
D
|
|
|
|
|
26
|
|
|
|
|
|
27
|
M?
|
……………..d…………
|
|
|
|
28
|
|
|
|
|
|
29
|
|
|
|
|
|
30
|
|
|
|
|
|
31
|
|
|
|
|
|
32
|
|
|
|
|
|
33
|
|
|
s[e]r
|
|
|
34
|
|
|
|
|
|
35
|
|
|
en
|
?
|
|
36
|
|
|
arîe
|
?
|
|
37
|
|
|
|
|
|
38
|
|
|
|
|
|
39
|
|
i
|
|
|
|
40
|
|
s
|
|
|
|
|
[75]
|
89vb:
|
|
[76]
|
|
Zeile
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Anfangsbuchstabe
|
Versteile
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Reimwort
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Bemerkung
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1
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2
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3
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4
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|
5
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|
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|
|
6
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………..s…………………
|
|
|
|
7
|
|
|
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|
|
8
|
|
|
|
|
|
9
|
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|
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|
|
10
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|
|
…n
|
|
|
11
|
|
|
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|
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12
|
|
|
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13
|
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14
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15
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16
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17
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19
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20
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21
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22
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23
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24
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|
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|
25
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D
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|
|
|
26
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|
|
..en
|
|
|
27
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|
|
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|
28
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|
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29
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30
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31
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32
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33
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34
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35
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D
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36
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|
har?/bar?
|
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37
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38
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|
|
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g.. (gan?)
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Zeile
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Anfangsbuchstabe
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Versteile
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Reimwort
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Bemerkung
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1
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…………t………….
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vil
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2
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…………………….e……
|
|
|
|
3
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D
|
………………………..r..
|
|
|
|
4
|
|
|
|
|
|
5
|
D
|
…..e………………….
|
|
|
|
6
|
|
|
|
|
|
7
|
D
|
……………si…………….
|
|
|
|
8
|
|
|
[(n)ie] ma(n)t
|
Nasalstrich über a
|
|
9
|
|
|
sie
|
|
|
10
|
|
|
knie
|
|
|
11
|
|
………..ig..s/f…………
|
|
|
|
12
|
|
Ir
|
|
|
|
13
|
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27
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|
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….g………….[h]….
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40
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…en
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Zu Fragment FB 150b
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…………………ge………..
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.rinne/tinne
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Do … .. w..en …. ((beit/hier???)) so
Do mit ………er mir so heiz
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